Zwölf Gründe gegen eine Tieferlegung der Unterführung Ostenstraße

  1. Die jetzige Unterführung reicht für den "normalen PKW-Verkehr" aus, selbst wenn dieser zunehmen würde. Die den Verkehrsfluß limitierenden Stellen sind die Einmündungen in die Erich-Ollenhauser-Straße und in die Ludwig-Thoma-Straße und nicht die Unterführung.
  2. Kleintransporter bis 270 cm Höhe passen auch jetzt schon durch die vorhandene Unterführung.
  3. Durchfahrende LKW ohne Lieferabsicht haben in einem Wohngebiet mit 30er-Zone normalerweise nichts zu suchen ("Schleichverkehr").
  4. Eine Tieferlegung würde zusätzlichen Verkehr in die Ostenstraße ziehen, mehr als bisher geschätzt wurde. Das PTV-Gutachten zieht keinen Umbau der Unterführung in Betracht.
  5. Das erhöhte Verkehrsaufkommen würde für immer bleiben, da es nach menschlichem Ermessen nicht zu einem Rückbau der Unterführung kommen wird.
  6. Bei Sperrung der Freisinger Straße müssen z.B. Busse und LKW nicht durch die Ostenstraße fahren, denn als die Bahnstrecke nach Altomünster erneuert wurde und die Freisinger Straße gar nicht oder nur eingeschränkt benutzt werden konnte, war die Verkehrssituation vergleichbar.
  7. Auch die Anfahrtszeiten für Feuerwehr und Rettungswagen in der Stadt werden bei einer Fahrt durch die Ostenstraße-Unterführung bei Vollsperrung der Freisinger Straße nicht reduziert, sondern eher verlängert (Routenplaner). Der Notarzt kommt ohnehin durch die jetzige Unterführung.
  8. Während der Beseitigung des Bahnübergangs könnte die Ostenstraße unter Einbeziehung anderer Straßen zwischen Erich-Ollenhauser-Straße und Schleißheimer Straße bei weiträumiger Ankündigung vom Umleitungsverkehr entlastet werden.
  9. Eine Tieferlegung hat ein höheres Rampengefälle der Straße zufolge und würde den kreuzenden Rad- und Fußgängerverkehr auf dem Bahnweg massiv einschränken.
  10. Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden hiervon besonders betroffen sein.
  11. Ein größeres Rampengefälle in der Straße erschwert die Erreichbarkeit von angrenzenden Wohngrundstücken und macht diese unter Umständen sogar unmöglich für motorisierte Fahrzeuge.
  12. Eine Tieferlegung auf 350 cm Durchfahrtshöhe wird aus technischen Gründen sehr anspruchsvoll und teuer sein, aufgrund des in Dachau hohen Grundwasserstandes.

Eine Tieferlegung ist unserer Ansicht keine Umleitungshilfe, sondern eine massive Änderung in der Infrastruktur!

Die Stadt hat in den vergangenen Jahren bei unterschiedlichen Gelegenheiten immer wieder gesagt, dass sie keine Vertiefung der Unterführung in der Ostenstraße will.
Das gleiche Ziel zu haben, freut uns sehr.
Unbeschadet der technischen Durchführbarkeit ist die Tieferlegung nicht erforderlich oder gar gerechtfertigt, sondern führt nur zu einer dauerhaften Reduzierung der Attraktivität, der Lebensqualität und des Wohnwert im Viertel.